26 / November / 2009 Nina

Ich lass mein Handy besser zu Hause

Das nächste Mal, wenn ich feiern gehe, lasse ich mein Handy zu Hause. Das scheint mir die einzige Lösung zu sein, um zu verhindern, dass ich SMS schreibe, die ich am nächsten Tag bereue.

Der Rat einer Freundin, besser die Handynummer meines Ex-Freundes zu löschen, verhallt leider auf der Geburtstagsparty in Bonn ungehört.

Beim wirklich letzten Drink an der Bar - so meine Abmachung mit mir selbst - komme ich mit Martin ins Gespräch.

Martin ist Personal Coach, wohnt in Siegburg. Schwarzes Hemd, Drei-Tage-Bart, dunkle Locken. Genau mein Typ.

Sehr sexy und sehr an mir interessiert. Wir reden, er meint, ich solle machen, was ich fühle. Ich küsse ihn. War das, wonach ich mich in diesem Moment fühlte.

Er will mehr. Mir ist das auf einmal zu viel. Wieder mit einem wildfremden Typen ins Bett? Ne danke, diesmal nicht.


Einen Tag später: Ich bin von mir selbst genervt.

Irgendwie ist das alles ein wenig heftig, was in den vergangenen Wochen passiert ist. Hallo? Nina, geht’s noch? Nur abstürzen ist auch keine Lösung. Ich mache jetzt mal ein paar Wochen ruhiger, ehrlich.
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