21 / November / 2009 Lena Obschinsky

Jetzt wird gegruschelt: Richtig flirten in Social Networks

Tastatur mit Flirt-Taste
Flirten über den Computer ist auch in Social Networks populär
Quelle: ClipDealer/kebox


Gruscheln statt kuscheln. Anstupsen statt anlächeln. Flirten in Social Networks wird immer beliebter. Zwar haben Facebook und studiVZ das ursprüngliche Kennenlernen nicht verdrängt, doch sind die Netzwerke mittlerweile eine echte Alternative zum normalen Flirten geworden. Und gegenüber den meisten offiziellen Singlebörsen haben die Portale einen entscheidenden Vorteil: Sie sind kostenlos. Mit wenigen Klicks gelangt man zu 15,5 Millionen Profilen von VZ-Nutzern (studiVZ, meinVZ, schülerVZ) und zusätzlich über sechs Millionen deutschen Facebook-Profilen. Mittlerweile gibt es mehr als 500 Gruppen bei Facebook, die sich mit dem Thema Singles beschäftigen. Doch so einfach die Kontaktaufnahme scheint - auch beim Netz-Flirten sollten einige Dinge beachtet werden.

Beziehungsstatus: Solo, vergeben, verheiratet - ein Status, der bei studiVZ sofort für Klarheit sorgt. Bei Facebook kann der Nutzer anhand des Verlaufsprotokolls nachvollziehen, wie lange jemand seinen Status schon hat.

Freunde: Anzahl der Freunde, ihr Alter und ihr Geschlecht können viel über das persönliche Umfeld aussagen.

Gruppen: Die meisten Nutzer versuchen durch die Mitgliedschaft in bestimmten Gruppen, ihre Persönlichkeit auszudrücken. Dadurch kann neben der Lebenseinstellung auch der Humor verglichen werden.

Fotos: Auch die Fotos können viel über den Lebensstil verraten. Ist die Person fast ausschließlich auf Partybildern verlinkt, scheint sie definitiv nur selten auf dem heimischen Sofa zu sitzen. Viele Fotos mit Familie und beim Sport lassen auf einen aktiven Familienmenschen schließen.

Aktivitäten: Facebook enthüllt all das, was der oder die Auserwählte macht: Wem er etwas auf die Pinnwand schreibt, wessen Foto ihm gefällt, wen er auf welcher Veranstaltung treffen wird.

Die erste Kontaktaufnahme: "Gruscheln" (VZ) oder "anstupsen" (Facebook). Egal, ob ein völlig fremder Mensch oder eine flüchtige Bekanntschaft - damit hat man auf jeden Fall für kurze Zeit die Aufmerksamkeit des Auserwählten. Doch Achtung: Häufiges Gruscheln oder Anstupsen kann nervig und unpassend sein.

Nachrichten verschicken: Keine Standardnachricht, nicht nur ein bloßes "Hi, wie geht‘s?" Besser sind kreative, ungewöhnliche Texte. Die Person überraschen und nicht nur oberflächliches Interesse signalisieren.

Wenn er oder sie online ist: Nutze den Plauderkasten (VZ) oder die Chat-Funktion (Facebook). Nirgendwo ist leichter zu sehen, wie der andere spontan auf Fragen reagiert.

Wer doch auf die üblichen Singlebörsen zurückgreifen möchte, kann dies sogar via Facebook tun. Seit wenigen Wochen bietet das Netzwerk eine Applikation für die Onlinebörse Kissnofrog an. Lediglich der Username und die Suchkriterien müssen ausgefüllt werden, schon werden passende Kissnofrog-Nutzer angezeigt.

Kiss a frog - das hingegen könnte das Motto für die Partnersuche im Internet sein. Denn genau wie im echten Leben gilt: Manchmal muss man erst ein paar Fröschen begegnen, um den Traumprinzen zu finden.



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